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Umweltprobleme der Stadt Athen

   

Panorama von Athen

Fast die Hälfte aller Griechen wohnt im Großraum Athen. Da ist es nicht verwunderlich, dass diese Metropolregion mit ihren gut 6 Millionen Einwohnern unter den typischen Umweltprobleme leidet, die bei einer Stadt dieser Größe zu erwarten sind.

An erster Stelle steht dabei nach wie vor der Individualverkehr, auch wenn einige Anstrengungen unternommen worden sind, um die entstehenden Belastungen für die Stadt und ihre Bevölkerung zu reduzieren. So hat der Bau einer U-Bahn das tägliche Chaos auf den Straßen erheblich mildern können.

Dennoch musste zusätzlich noch mit einer Fahrverbots-Regelung in den Straßenverkehr eingegriffen werden, um den größten Problemen Herr zu werden. Nicht nur die Lärmbelastung, sondern auch die Luftverschmutzung sind dadurch spürbar zurück gegangen. So konnten im Jahr 2004 die Olympischen Spiele in Athen ausgetragen werden, wo sie doch nur acht Jahre zuvor unter Hinweis auf die schlechte Luftqualität nicht in die griechische Hauptstadt vergeben worden sind.

Den geschichtlich Interessierten wird es freuen, dass nun auch die Zukunft der historischen Gebäude in einem helleren Licht strahlt, nachdem sie in früheren Jahren doch sehr unter den Erschütterungen und den aggressiven Abgasen der Autoverkehrs zu leiden hatten. Auch im größten Industriegebiet der Region hat sich einiges zum Positiven verändert. Nur 15 Kilometer von Athener Zentrum entfernt gelegen waren die Industrie-Anlagen von Keratsini stets ein Faktor, wenn es um die Luft- und Wasserqualität der Metropole ging.

Neben den allgemeinen Fortschritten bei der Entgiftung der Emissionen war es vor allem der Bau der Kläranlage, die seit 1983 das Meer sauberer hält. Rund 8000 Tonnen Klärschlamm, die täglich anfallen, lassen erahnen, wie groß die Belastungen ehemals gewesen sind. Natürlich ist Athen auch heute noch weit davon entfernt, einen perfekten Ausgleich zwischen dem Bedürfnis nach einer sauberen Umwelt und der typischen urbanen Lebensweise der Bevölkerung erreicht zu haben. So ist es nicht verwunderlich, dass Griechenland schon mehrmals Strafzahlungen an die EU hat leisten müssen, weil gegen Umweltrichtlinien verstoßen wurde.

Auch gehört der tägliche Smog noch immer zum Leben in Athen, ebenso wie der Schmutz auf den Straßen, der schon so manchem Besucher unangenehm aufgefallen ist. Vieles hat sich aber zum besseren geändert und man darf annehmen, dass weitere Anstrengungen unternommen werden, um Athen Stück für Stück zu einer im umweltpolitischen Sinn modernen europäischen Hauptstadt zu machen.

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